• DER HAMBURGER Podcast

    Patrick Rüther: Gastronom und hanseatischer Hasardeur

    Ein Geschäftsmann, der Zahlen respektiert, aber am Ende doch dem Bauchgefühl vertraut: Patrick Rüther ist einer der umtriebigsten Gastronomen in Hamburg – und darüber hinaus.

    Aufgewachsen in Bergedorf und geboren in Lübeck, ist er eigentlich studierter Jurist. Aber statt sich in Paragrafen auszuleben, beschloss er im Jahrhundertsommer 2003 einen City-Beach Club in Hamburg zu eröffnen. Das war der Beginn seiner Gastro-Karriere.

    Gastro-Konzepte jenseits des Mainstreams

    Mit TV-Koch Tim Mälzer gründete er 2009 die Bullerei in den Schanzenhöfen, es folgte unter anderem das Restaurant Hausmann’s am Frankfurter Flughafen. Er ist zudem Mitinhaber der Agentur Tellerrand Consulting und gehört außerdem zum Gründungsteam des Braugasthauses Altes Mädchen. Seit seinem Ausstieg dort leitet er gemeinsam mit Axel Ohm die Überquell Brauwerkstätten in den denkmalgeschützten Riverkasematten am Hamburger Fischmarkt. 

    Licht und Schatten

    Viele wegweisende Projekte pflastern seinen Weg –  und einige Auszeichnungen. Unter anderem ernannte ihn der Rolling Pin zum Gastronom des Jahres, und zwar 2020 (gemeinsam mit Koral Elci und Jo Riffelmacher ), sowie 2019 und 2014 (damals gemeinsam mit Tim Mälzer). Aber Patrick kennt auch die dunklen Seiten der Selbstständigkeit. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn Pläne nicht funktionieren. Das Restaurant Hausmanns’s in Düsseldorf mussten Tim Mälzer und er 2019 schließen – weil’s schlicht nicht lief. Aber Patrick ist ein Kämpfer, er lässt sich nicht unterkriegen. Im Frühjahr dieses Jahres eröffneten sie mit dem Pezzo di Pane ein neues Restaurant am Frankfurter Flughafen. Corona zum Trotz.

    Wo holt der Mann diesen Optimismus und seine Tatkraft her? Manchmal sind es wohl die Auszeiten, die weiterhelfen. Wo der zweifache Familienvater diese verbringt und was ihn geschäftlich neben der Gastronomie noch reizen würde, auch das erfahrt Ihr in diesem Podcast.

    LINKS

    www.ueberquell.com
    www.bullerei.com
    www.tellerrand-consulting.com
    www.hausmanns-frankfurt.de
    Podcast.de
    Apple Podcasts
    Spotify

    Host: Regine Marxen | Die Schreibfrau
    die-schreibfrau.com
    hhopcast.de

    Postproduktion & Sounddesign:
    Stefan Endrigkeit, Edgartown Studio Hamburg

    Tina Oelker: Von Hasen, Göttern und Hamburg

    Zu Besuch bei der Hamburger Künstlerin Tina Oelker. Wir treffen uns in ihrer Altbauwohnung im Karolinenviertel. Bilder von Hasen und abstrakte Motive hängen und lehnen an den Wänden. Das Langohr hat es ihr angetan. Warum? Wir trinken erst mal einen Tee. Mit Abstand, es ist Ende April, und Hamburg immer noch im Lockdown. Ich erblicke den Küchenschrank, vollgestopft mit Sekundärliteratur über den Hasen. Die Wohnung ist Tinas Werkstatt, ihr Atelier. Ihr Leben ist die Kunst. Da gibt es keine Trennung. Sie kommt eigentlich vom Land, aus Hamm in Westfalen, hat Mitte der 90 in den USA studiert und hat sich dann nach Hamburg aufgemacht, wo sie 2004 an der HAW ihr Hasendiplom präsentierte. 2007 startete Sie ihr 1000 Hasen-Projekt, 2010 eröffnet sie die Hasenmanufaktur, ihr Kunsthaus im Hafentor 7. Sie organisiert Gesellschaftsabende, Lesungen, Poetry Slams. Mit Abbruch des Hafentors 7 an den Landungsbrücken zieht sich Tina in ihre Atelierwohnung zurück, produziert, lädt Gäste in ihr Studio ein. 2021 erscheint ihr neuester Hasenclou: Ihr erster Bildband „Von Hasen und Göttern“. Auf geht’s zur Hasenjagd mit Tina Oelker.

    Foto: Rene Supper

    Miu: Macht die Musik an!

    „Jeder, der kulturschaffend ist, weiß: Man sitzt nicht auf der Wiese, und dann ist da eine fertige Produktion, die man mal eben auf Spotify hochlädt“, sagt Nina Graf, besser bekannt unter dem Namen Miu. Musik zu produzieren sei eben Arbeit. Eine, die ihr gefällt. Sehr sogar! Wenn sie sie denn ausüben kann und darf.

    Willkommen bei einer neuen Folge vom Podcast vom Hamburger. Unser Host Regine Marxen, freie Autorin beim Hamburger, hat sich dieses Mal mit der Sängerin und Songwriterin Miu getroffen. Digital. Corona sei Dank. Live gesehen hat sie die Künstlerin samt Band zuletzt im „St. George Club“ im Hansa Theater. Ein gut gelauntes Konzert war das, auf welchem Sie ihren poppigen Soul mit ihrem bereits oft zitierten Miu-Charme in voller Gänze auf die Bühne brachte. Das war im August 2019, wenig später veröffentlichte sie ihr drittes Album „Modern Retro Soul“. Das Releasekonzert fand noch statt, dann kam Corona. Die geplante Tour fiel aus. Still wurde es um Miu trotzdem nicht, sie wurde zu einer der Stimmen, die sich in den vergangenen Monaten in öffentlichen Diskussionen laut für die Rechte der Musiker:innen einsetzte und auf die teils prekäre finanzielle Situation von Künstler:innen verwies. Wie hat sie sich in ihrer neuen Rolle gefühlt? Ist das ein überhaupt ein neuer Teil von Miu, Aktivistin zu sein? Auch das erfahrt Ihr in diesem Podcast. Viel Spaß beim Hören.

    Postproduktion: Stefan Endrigkeit, Edgartown Studio Hamburg
    www.derhamburger.info

    Foto: Elena Zauke

    Jon Flemming Olsen: „Ein Akt großer Romantik.“

    Jon Flemming Olsen wurde in Düsseldorf geboren. Aber eigentlich ist der Mann durch und durch Hamburger. Er ist ein Multitalent, arbeitet als Grafiker und hat unter anderem CD-Cover für Udo Lindenberg oder Selig entworfen. Das Fernsehpublikum kennt ihn als Ingo, den Imbisswirt, der seit 2004 gemeinsam mit Olli Dittrich in „Dittsche – das wirklich wahre Leben“ die Absurditäten des Lebens bei Pommes und Wurst bespricht. Buchautor ist er, Moderator – und Musiker. Musik war eigentlich immer da. Jon Flemming Olsen war unter anderem auch Teil von Texas Lightning. Inzwischen tritt er solo auf. Am 30. Oktober erscheint sein drittes Album: „Der Mann auf dem Seil“ heißt es, erstmals hat er dafür mit Streichern gearbeitet. Finanziert wurde das Album mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne. Ohne, sagt er, wäre es nicht möglich gewesen. In diesem Podcast erfahrt Ihr, in welchen Situationen ihm der Humor vergeht, warum eine Albumproduktion ein Akt der Romantik ist, warum Spotify das Intro killt, er für Hamburg immer eine Lanze brechen würde und wie es um seine eigenen Seiltänzer-Aktivitäten bestellt ist.

    Foto: Anne de Wolff

    Gin Sul-Macher Stephan Garbe: „Muss man halt fighten.“

    Stephan Garbe ist der Mann hinter Gin Sul, eine von Hamburgs bekanntesten Ginmarken, erkennbar an den weißen Tonflaschen mit den blauen Lettern darauf.

    Einige von Euch haben ihn vielleicht schon in unserem Magazin „Der Hamburger“ entdeckt. Wie so manchen unserer Podcast-Gäste haben wir ihn dort bereits ein mal porträtiert. 2013 hat Stephan in HH-Altona seine Destille errichtet. 2018 kaufte sich Jägermeister ein in das Unternehmen. Wäre nicht Corona, das Leben liefe gut für Stephan Garbe. Er hat Glück gehabt, sagt er. Aber Glück alleine macht noch keine Craft-Destille. Bisschen Know-how braucht es da auch. In seinem ersten Leben war Stephan Werber und Politik-Marketer. Viel Klimbim um Gin: Stephan Garbe über Ziele, Träume und Extrarunden.

    Foto: © Markus Schwarze